Wenn du die beherzigst machst du in 2018 schnell große Schritte nach vorne.

Innere und äußere Grenzen sprengen.

Ich wachte auf und erinnerte mich. „Oh stimmt. Heute ist der Tag.“ Ich hatte ihn schon lange herbei gesehnt, denn in 2018 sollte alles anders werden. Doch in diesem Moment bekam ich kalte Füße. Ich prüfte, ob mir vielleicht irgendetwas weh tut. Kopfweh? Gliederschmerzen? Vielleicht ein Kratzen im Hals? Das könnte ja darauf hinweisen, dass es besser wäre mich etwas zu schonen, anstatt ein paar innere Grenzen zu sprengen. Aber nein – mir ging es saugut. Im gleichen Moment erinnerte ich mich an Gespräche und Hinweise von Freunden: „Ab 50 lernt man das nicht mehr“ oder „Man ist dann nicht mehr so beweglich und reaktionsstark“ und „Die große Verletzungsgefahr“ – all diese gut gemeinten Kommentare schossen mir durch den Kopf.

Ich schaute nach draußen, um das Wetter zu prüfen. Es war bewölkt. „Keine guten Bedingungen für die Outdoors“. Es sollte auch noch regnen und in den höheren Lagen schneien. „Vielleicht ist es besser, den Termin abzusagen.“

Tipp 1: Ertappe deinen inneren Schweinhund

Es hatte noch keine 10 Minuten gedauert und mein Ego kam voll in Fahrt, um mich zu warnen, zu schützen und in meiner Komfortzone fest zu halten. Doch ich kenne diese innere Stimme, die es vielleicht gut meint, mich jedoch gleichzeitig davon abhält etwas Neues zu lernen, mich zu verbessern oder womöglich noch Grenzen zu sprengen. Ich liebe es Grenzen zu sprengen, Brücken zu bauen, Neues zu sehen und Neues zu lernen.

Unsere Komfortzone ist sicherlich angenehm. Dort fühlen wir uns vertraut und sicher. Doch etwas neues Lernen werden wir dort nicht. Wir werden auch keine neuen Erfahrungen machen oder herausfinden, was alles noch in uns steckt.

Der Goldschatz ist in der Regel weit weg auf einer Insel versteckt und man muss sich erst einmal dorthin durch kämpfen und zahlreiche Abenteuer bestehen, bevor man endlich die Schatztruhe vor sich hat und Goldtaler in den Händen hält. Genauso ist es sich auch mit unseren inneren Schätzen. Sie wollen erkämpft, entdeckt und entfaltet werden.

Mein Plan ist es, dieses Jahr vom Skianfänger, mit schmerzhaften Start, zu einem besseren Skianfänger 😉 aufzusteigen.

Tipp 2: Nehme deine Angst wahr und mache es trotzdem

Ich begann erst vor 2 Jahren mit dem Skifahren. Ich hatte Angst. Die Hänge waren viel zu steil. Am Steilsten in meiner Einbildung. Ich hatte Angst nicht bremsen zu können und in die Tiefe zu stürzen. Obwohl das Gelände für Familien mit kleinen Kindern sehr gut geeignet war, sahen meine Augen etwas ganz anderes. Ich dachte an die warnenden Worte und gleichzeitig wollte ich mein Ziel erreichen: Skifahren.

Letztendlich kämpfte ich mich durch meine Angst. „Spüre die Angst und mache es trotzdem“ weiß ich als Coach. Das habe ich gemacht und war zu Beginn recht erfolgreich. Allerdings lässt sich der Körper nicht immer so leicht überwinden, wie es in der Theorie oft scheint. Es macht Stress und im Stress lernt der Körper noch schwieriger. Trotzdem habe ich durchgehalten und angefangen mich wohl zu fühlen. Ich fuhr nach kurzer Zeit mit mehr Sicherheit auch eine etwas schwieri6gere Piste. Ich war stolz auf mich.

Doch dann kam der Rückschlag. Wie das Leben so spielt, verdrehte ich mein Knie beim Ausfahren und riß mein inneres Kreuzband an. Ich fühlte mich hilflos und dachte mir würde das Knie durchbrechen. Ich schleppte mich zur Station und versuchte zu realisieren, was da gerade passiert ist. Aus der Traum? Soll ich das Ganze lassen? Was ist mit meinem Knie? Vielleicht hatten die Freunde doch recht, die meinten ich sei verrückt.

Mit dem Ski fahren war es jetzt erst mal vorbei. Ich weinte. Der Schreck saß sehr tief. Es hat sich regelrecht in mich hineingefressen.

Die Verführung ist an so einem Punkt sehr groß, zurück in die Komfortzone zu schleichen.

Ich bin verletzbar. Nun war es nicht nur Angst und Unsicherheit, die man mit Üben überwinden kann, sondern auch die Angst sich vielleicht noch schlimmer zu verletzen. Außerdem war mein Knie unstabil, so daß sogar das Gehen auf unebenem Boden Schmerzen und Stress verursachte. Was für den einen oder anderen Sportler „kein Ding“ ist, war für mich schwerwiegend, denn die Unstabilität war ausgeprägt und meine Kniemuskeln nicht kräftig genug, um das zu kompensieren. Ich nahm die Herausforderung an. Es folgten Physiotherapie und Fastientraining – Disziplin und Willenskraft.

Letztes Jahr lag wenig Schnee, ich war geschäftlich viel unterwegs und ich kam nicht dazu mich mit Skifahren zu beschäftigen.

Ich war hin und her gerissen. Als Coach weiß ich, was hier gerade in mir los war. „Ich kann und werde diese innere Blockade überwinden“, sagte ich mir und visualisierte immer wieder wie ich sicher und mit Spaß die Piste herunter fuhr. Ich musste wieder Vertrauen in mein Knie aufbauen. Ausdauer, Wille und Geduld brachten mich dann wieder an den Punkt zu sagen: „Okay. Ich versuche es noch einmal. Ich schaffe das.“

Das Leben hat manchmal seine eigenen Spielregeln, um uns wachsen und reifen zu lassen.

Vorbehaltslos Annehmen was gerade ist und das Beste aus jedem Moment herausholen.

Diese Season werde ich nutzen. Denn wir haben super viel Schnee. Und – ich lasse mir helfen.

Tipp 3: Nimm dir einen Coach und lass dir helfen, deine Widerstände abzubauen

Manchmal braucht auch ein Coach einen Coach.

Ich habe immer wieder einen Coach angeheuert, um den nächsten Schritt zu meistern und zu wachsen. Damit ich einen guten Start in die Ski Season bekomme und meine Ängste überwinde, habe ich dieses Mal eine Skilehrerin engagiert. Monika Berwein, Skischule Snow Academy in Bad Hindelang, ist nicht nur professionelle Skilehrerin, sondern war als junge Frau in der Olympiamannschaft und hat mega Erfahrung. Moni kennt die Widerstände ihrer Schüler und kann Anfängerinnen, wie ich eine bin, gut einschätzen. Das bedeutet für mich, gefordert zu werden ohne Überforderung. Und genau das hat sie gemacht. Schritt für Schritt ging es in die Bewegungen, ins Körpergefühl, die richtige Haltung lernen und – ganz wichtig – die richtige innere Haltung einzunehmen. Ich baute zu erst Vertrauen in Moni auf und dann in mich. 🙂 Das ist der Vorteil, wenn man einen Coach hat. Sie war nur für mich da. Ihr Fokus lag auf das was ich brauchte, um die Angst zu durchbrechen. Es waren zwei gute Trainings- und Coachingtage. Zum Schluss ging es dann noch eine längere Strecke ins Tal und ich habe es geschafft.

Gerald, seit seiner frühsten Kindheit auf Ski, konnte beim nächsten gemeinsamen Skifahren den Unterschied sehen und war sichtlich erleichtert und erfreut. Ich fühlte mich kompetent und mutig. Die Barriere ist durchbrochen.

Während ich diesen Text schreibe, schneit es draußen noch immer. Wahrscheinlich kommt mindestens ein Meter Neuschnee dazu und morgen wird das Wetter genial zum Ski fahren – d.h. weiße Piste, schneebedeckte Landschaft mit wolkenlosem blauen Himmel, strahlender Sonne und Glitzerschnee.

Und ich bin dabei.

Die meisten Ängste, die wir haben sind ausgedacht. Wir erzählen uns irgendwelche Geschichten und sind davon überzeugt, dass sie richtig sind. Unsere Wahrnehmung ist durch die Angst verfälscht. Wir sollten dann nicht glauben, was wir denken oder sehen. Die Realität könnte ein andere sein. Daher ist es gut, wenn man einen Coach an der Seite hat, der den realistischeren Blick hat.

Wenn du in 2018 Veränderungen in deinem Leben möchtest, wenn du deinen Durchbruch haben willst, wenn du endlich dein Ding machen willst. Dann melde dich bei mir. Wir sprechen erst einmal darüber, was du erreichen möchtest und ich sage dir anschließend, wie eine Zusammenarbeit mit mir aussehen könnte, damit 2018 Dein Jahr wird.

Schreibe mir an: info@anja-maria-stieber.de

Herzliche Grüße

Anja