07 Nov

Angst als Warnung

Wir brauchen das Gefühl der Angst

Die Angst fordert dich auf, achtsam zu sein, wach und aufmerksam. Sie stattet dich mit einer extra Portion Energie aus, wenn du sie brauchst, um z.B. zu fliehen oder anzugreifen.

Vielleicht kennst du dieses Gefühl. Du gehst im Dunkeln durch eine Straßen und hörst hinter dir ein Rascheln. Es wird dir ganz  unbehaglich zu mute und spürst, wie sich deine Nackenhaare aufstellen und eine Gänsehaut deinen Rücken hinunter wandert. Du bekommst Angst und damit eine erhöhte Aufmerksamkeit. Du drehst dich um und stellst fest, dass es nur der Wind war, der mit den herbstlichen Blätter spielte.

Wenn man ein mulmiges Gefühl bekommt

Du sollst einen Vertrag mit einem neuen Kooperationspartner unterschreiben und bekommst ein mulmiges Gefühl. Du spürst die Angst, dass hier etwas nicht stimmt und du gibst ihn zur Prüfung deiner Anwältin. Später stellt sich heraus, dass dieser Kooperationspartner unerseriös arbeitet. Gut, dass du nicht unterschrieben hast.

In akuter Gefahr sein

In einem Wildgehege kommt urplötzlich aus dem Nichts ein Wildschwein aus dem Dickicht. Du bleibst stehen und frierst ein. Das war dein Glück, denn das Wildschwein griff daraufhin nicht an und der Tierwärter konnte das Tier ablenken. Daraufhin konntest du dich in Sicherheit bringen.

Ich könnte viele Beispiele nennen, wo wir Angst bekommen könnten, die begründet ist. Doch mal ganz ehrlich. In den meisten Fällen spüren wir sie völlig unbegründet.

Oft sind Ängst unbegründet

Wir bilden uns ein, in Gefahr zu sein. Wir glaube, etwas würde uns das Leben kosten oder in Gefahr bringen, dabei ist es nur ein wichtiges Gespräch und wir wissen nicht genau was auf uns zu kommt. Oft sind es die Dinge, die wir nicht kontrollieren können oder auf die wir keinen Einfluss haben und kreieren Worst-Case-Szenarios über einen möglichen Ausgang. Dann werden wir nervös und malen uns die schlimmsten Dinge aus.

Genauso wie meine Klienten Angst vor einem Gespräch hatte, dass sie mit ihrem Vorgesetzten führen wollte. Ihre Befürchtung ging so weit, dass sie annahm, er würde ihr vielleicht kündigen. Dabei wollte sie nur über eine Gehaltserhöhung und ein paar Änderungen in Ihrem Tätigkeitsfeld sprechen, da sie sich weiterqualifiziert hatte.

Um was dreht es sich wirklich?

Wenn du Angst hast, solltest du dir überlegen, was es genau ist, was dir Angst bereitet.

  • Ist die Begründet? Wenn ja, warum?

Was brauchst du jetzt in diesem Moment, um dich besser zu fühlen und um dich zu entspannen. Vielleicht möchtest du den Raum verlassen oder deine Gedanken aufschreiben. Formuliere deine Angst.

Zum Beispiel:

Was ist es?
“Ich habe Angst, dass mein Vorgesetzter mich auslacht und meinen Vorschlag direkt abwinkt”

Und was fühlst du dann?
“Ich fühle mich angelehnt  und nicht ernst genommen”

Stimmt diese Vermutung?
“Weiß ich nicht. Ich habe Angst, dass sie stimmt.”

In diesem Fall kamen wir mit THE WORK nicht weiter und spielten das Kopfkino meiner Klienten im Rollenspiel durch. Nach einigen Rollenwechsel und Veränderung der Szenarien relativierte sich die Angst. Dann bereiteten wir den Termin sorgfältig vor und übten gemeinesam das Gespräch, damit meine Klienten Sicherheit in ihren Formulierungen bekam.

Ein paar Tage später hatte sie dann das Gespräch mit ihrem Vorsetzen. Sie teilte mir mit, dass es super gelaufen ist und sie sich sehr sicher und ruhig fühlte. Trotzdem hatte sie noch ein mulmgies Gefühl in der Magengegend. Doch dadurch, dass sie gut vorbereitet war konnte sie selbstsicher präsentieren. Ihre nervosität viel dem Vorgesetzten gar nicht auf. Mehr noch: er war von ihrer Art und Weise das Gespräch zu führen beeindruckt. Meine Klienten bekam ihre Wünsche erfüllt und sie genießt gerade diesen neuen Karriereschritt in ihrer beruflichen Laufbahn.

Spüre die Angst und mache es trotzdem

Manchmal können wir unsere Angst nicht komplett besiegen. Doch es ist wichtig, dass wir das, was wir wollen trotzdem zu tun. So wachsen wir über uns hinaus. Wir verlassen dadurch unsere Komfortzonen und gewinnen als Selbstwert und Selbstbewusstsein.

Dieses Gefühl für sich einzustehen und bereits zu sein, die eigenen Grenzen zu sprengen und mutig zu sein, macht uns fit für ein Leben mit Kraft und Selbstbestimmtheit.

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