29 Nov

Renee Moore hat mein Buch begutachtet

und meinte: “Super Buch. Und das Cover ist echt klasse”. Ich war über dieses Lob, dass ihr Mann Lothar Seiwert dann ebenfalls bestätigte, super glücklich. Renee hat eine Nase für Dinge, die sich am Markt gut plazieren lassen und Lothar, als Buchautor von vielen Büchern, weiß was ein gutes Buch ausmacht.

Und ja, so ist es. Auch Experten möchten gelobt werden. Hinter unserer Profihaltung steckt auch nur ein Mensch, der hin und wieder unsicher ist, Feedback braucht, irritiert sein kann und Zweifel hat. Ich bin ein besonders genauer Mensch, der kritisch hinterfragt, vieles immer wieder überprüft und ihrem engen Umfeld auch mal tierisch auf die Nerven gehen kann. “Meinst du wirklich, dass das gut genug ist?”

Kennst du das?

Eigentlich sollten wir es ja besser wissen. Unser Kopf weiß, dass alles okay ist, andere auch nur mit Wasser kochen und ein König, so wie du und ich, auch mal zur Toilette muss. Und außerdem wissen wir, dass Fehlermachen menschlich ist. Stimmts? Trotzdem können unsere Emotionen verrücktspielen und uns in ein irrationales, emotionales Feld hineinzwingen. Wir sind unruhig, zweifeln an unserem Können, und sind überzeugt, wir könnten besser sein. Wahrscheinlich könnten wir auch besser sein. Bei mir ist noch Luft nach oben und ich habe Lust darauf weitere Schritte zu gehen. Doch Selbstzweifel zusammen mit Selbstkritik sind keine Antreiber, sondern eher Hemmer. Sie sorgen dafür, dass wir uns zurückziehen, unsere Energie und Motivation verlieren und wichtige Schritte immer wieder vertagen. Ein gesunder kritischer Blick, der uns noch mal überlegen lässt ist ja in Ordnung. Aber ich rede von diesem Saboteur in uns, der echt übel sein kann. Denn er hält uns davon ab, das in die Welt zu tragen, was wir von Herzen wollen und andere unsere Talente nennen.

Talente wollen gelebt werden

Wie sagt Christopf Bischoff? Es ist eine Schande, wenn wir unsere Talente und Gaben untergraben und der Welt vorenthalten. Denn wir sind mit ihnen geboren worden, damit wir sie in die Welt bringen. Jeder für sich. Denn keiner kann das Talent des anderen in die Welt bringen. Wir müssen das schon selbst tun.

Auch Renee sagte das mehrmals in dem Workshop am letzten Wochenende, wo ich Teilnehmerin war. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, wie man das, woran man glaubt, in die Welt bringt, am Ball bleibt und die Höhen und Tiefen wie auf einem Surfbrett ausreitet oder eine Gipfelwanderung nur genießen kann, weil es auch Täler gibt. Die Frage ist nur, wo man sich aufhalten will, welchen Weg man geben möchte und ob man wirklich Lust hat, das Leben zu leben mit allem was es zu bieten hat. Eins ist sicher: Wenn wir große Sprünge machen, riskieren wir den Fall auf die Nase. Wenn wir investieren, könnte es auch schief gehen.

Aber weißt du was?

Wenn wir uns etwas zutrauen, mutig sind, uns auf das, was wir wollen ausrichten, abenteuerlich und offen sind für das, was uns das Leben zeigt und anbietet, fühlen wir uns lebendig. Oder nicht?

Also mir geht es so. Und wenn dann so ein Tal kommt und du an dir zweifelst, ist es gut, wenn es Menschen gibt, die dir sagen, dass du gut bist, so wie du bist. Deine Freundin oder Freund sagt, dass sie dich super finden. Oder sagen: “Ich bin stolz auf dich.” Als erwachsener Mensch glaubst du vielleicht wir sollten drüber stehen – über diesem Bedürfnis nach Lob. Aber wieso eigentlich? Wir müssen doch auch Kritik einstecken und überlegen, was davon für uns nützlich ist und was wir am besten schnell abhaken.

Mehr loben als kritisieren

Übrigens verarbeiten Menschen eine Kritik wesentlich besser, wenn das Lob im Verhältnis zur Kritik häufiger geäußert wird. Dann bleibt er eher entspannt und kann die Information besser verarbeiten  und verwerten. Sie können besser zu hören und eher aus der Kritik lernen. Häuft sich die Kritik verliert der Mensch automatisch an Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen.

Also – mehr loben und weniger kritisieren. Am besten nur kritieren, wenn es den anderen oder die Beziehung wirklich wirklich weiter bringt. Ansonsten behalte es für dich.

Ja und ich habe mich über Lob und Anerkennung von Renee gefreut und im Workshop eine Seite von mir wiederentdeckt, die ich sehe mag. Ich hatte sie einfach ignoriert und jetzt ist sie wieder wach. 🙂

 

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Und das sind Renee Moore und ich. Bisher habe ich solche Bilder nicht sonderlich gemocht. Jetzt habe ich es mir anders überlegt. Denn es fühlt sich einfach super an, wenn man Bestätigung für eine gute Leistung bekommt.

Und im nächsten Blogbeitrag mache ich dir ein super tolles Angebot.

Du darfst dich schon mal darauf freuen.

Herzliche Grüße

Anja M Stieber

 

 

 

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