16 Mar

Über die Liebe haben sich schon viele Philosophen, Mystiker, Psychologen, Komponisten, Romanautoren, Romantiker und Realisten den Kopf zerbrochen und fanden letztendlich keine wirkliche Antwort darauf, was Liebe wirklich ist. So ist ja das miteinander leben die Herausforderung, nicht die Liebe an sich. Oder?

Daher möchte ich an dieser Stelle ganz einfach eine kleine Geschichte erzählen und zum nachdenken anregen.

Klara hatte sich aufgebrezelt und gestylt, um auf der Party ihrer Freundin, Julia, einen guten Eindruck zu machen. Immerhin kamen eine Menge Freunde, die Klara nicht kannte. Auf der Party angekommen wurde sie direkt von Julia mit einem Glas Sekt empfangen und ein paar Leuten vorgestellt. Es dauerte nicht lange und Klaras Blicke kreuzten die von Christophs. Ein interessanter Mann, dachte sie. Christoph war attraktiv, souverän und gebildet. Sie kamen ins Gespräch und es machte das bekannt und begehrte „Klick“. Sie flirteten, lachten und gaben das Beste von sich. Er sagte: „Wau, bist du eine schöne Frau“.

Es vergingen einige Wochen des Kennenlernens. Sie kamen sich näher. Er küsste sie liebevoll auf die Lippen, schaute in ihre Augen und flüsterte: „Wau, bist du eine schöne Frau. Ich liebe dich.“

Sie verbrachten schließlich die erste Nacht miteinander. Es war für beide zauberhaft und sie lagen sich zärtlich in den Armen. Am Morgen sah Christoph seiner abgeschminkten Partnerin in die Augen und sagte: „Wau, bist du eine schöne Frau. Ich liebe dich über alles.“ …

Sie zogen in eine gemeinsame Wohnung und lebten ein paar Jahre zusammen bis sie heirateten. Christoph schaute seiner Braut in die Augen und sagte: “Wau, bist du eine schöne Frau. Ich bin so glücklich, dass du bei mir bist.”

Es dauerte nicht lange und Klara war schwanger mit dem ersten Kind. Dann folgte ein zweites und sie waren eine glückliche Familie. Natürlich gab es die üblichen Reibereien und Auseinandersetzungen. Aber was macht das schon. Allerdings war Klare unzufrieden mit ihrer Figur, denn die Schwangerschaften hinterliesen ihre Spuren. Doch Christoph streichelte ihren ganzen Körper voller Genuss und meinte immer wieder: “Wau, bist du eine schöne Frau.”

Die Jahre vergingen. Die Kinder wuchsen heran. Klara arbeitete schon seit einigen Jahren wieder in ihrem alten Job. Immer häufiger kam Klara später von der Arbeit nach Hause. Müde und abgeschlagen. Christoph sah den Stress in ihrem Gesicht. Der Job war vielleicht doch einfach zu anstrengend. Müde fiel sie auf dem Sofa in einen tiefen Schlaf und Christoph streichelt ihr zärtlich über das Haar und sagte sanft: „Wau, bist du eine schöne Frau. Ich liebe dich über alles. So wie du bist.“

Es vergingen Wochen und Klara baute immer mehr ab. Sie hatte dunkle Ringe unter den Augen und verlore immer mehr an Gewich. Sie war auch nicht mehr so fröhlich wie früher. Redete und lachte weniger und war häufig zu müde, um noch irgendetwas zu unternehmen. Christoph übernahm immer mehr Aufgaben im Haus und kochte, damit Klara und er direkt etwas essen konnten, sobald sie nach Hause kam. Und manchmal hatte Klara gar keinen Appetit und Christoph sagte nur: „Wau, bist du eine schöne Frau. Ich liebe dich. Immer.“

Dann kam die Diagnose. Klara war schwer krank. Es war nicht die viele Arbeit, die sie so anstrengte, sondern der Krebs, der ihren Körper durchwanderte. Sie wollten überleben. Und so folgten Chemotherapie und Bestrahlungen. Sie verlor ihre wunderschönen braunen langen Haare. Ihr war häufig zum Sterben elend. Sie war nun sehr mager. Blass. Schwach. Sie flüsterte nur. Und manchmal dachte sie daran, vielleicht doch aufzugeben, weil es so unerträglich geworden war das alles auszuhalten. Und Christoph saß Stunden an ihrem Bett und schaute sie an, während sie schlief. Er hielt sie in den Armen, als ihr übel war. Er fuhr mit ihr im Rollstuhl durch den Park des Krankenhauses, denn die frische Luft tat beiden gut. Sie genossen das bisschen Ruhe und Erholung. Und er schaute sie immer wieder liebevoll an und sagte: „Wau, du bist die schönste Frau auf der ganzen Welt. Ich liebe dich so sehr. Bleib doch noch ein bisschen bei mir.“ …

Hier ist meine kleine Nachricht für die Frauen unter meinen Lesern: Wenn ein Mann dir sagt, dass er dich schön findet und in deine Augen voller Liebe eintaucht, wenn er dir Komplimente macht … dann lass ihn. Kritisiere nicht was er sagt. Werte es nicht ab. Verzichte auf deinen eigenen Kommentar über dich selbst.

Denn du weißt nicht was er sieht.

Es ist wahrscheinlich, dass er die Wahrheit sieht, die dir verschleiert ist.

Um hier einfach selbstbewusster und sicherer zu reagieren und aus altem Verhalten auszusteigen, hilft mein Buch. Denn wer in seinem Herzen angekommen ist, kann besser annehmen, sagt zu sich JA und verhält sich in Beziehungen reifer und gelassener.

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